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          <dc:title>カール・モールは蒸気機関車の夢を見るか</dc:title>
          <dc:title>カール モール ワ ジョウキ キカンシャ ノ ユメ オ ミル カ</dc:title>
          <dc:title>Traumt Karl Moor von der Dampflokomotive?</dc:title>
          <dc:creator>青木, 敦子</dc:creator>
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          <dc:creator>アオキ, アツコ</dc:creator>
          <dc:creator>Aoki, Atsuko</dc:creator>
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          <dc:description>Karl Moor, der im Sinne Rouseaus nach Natur und Freiheit dürstet, erklärt damit der Realität den Krieg. Dieser idealistischen Auffassung zufolge erscheint er als typisches Gegenbild zum Realismus des 19. Jahrhunderts, der sich an der Dampflokomotive mit ihrer Geschwindigkeit orientiert. Moors Angriff auf die »die gesunde Natur« zerstörende Künstlichkeit wäre dann eine Verneinung der Realität. Allerdings war sein aus brennendem Zorn geborenes Handeln überhaupt nicht das eines Träumers. Konfrontiert mit dem Widerspruch zwischen seinem Ideal und dem Resultat seines Handeins, ersetzte er seine gewaltsame Methode durch die ironische und akzeptierte damit die Realität. Mit der ausdrücklichen Bestätigung der Stellung des anderen wird der erste Schritt hin zur Realität getan. Und mit der erbarmungslosen Ironie, mit der er sich der Welt zuwendet, wird die gesamte Realität anerkannt. Während die Dampflokomotive, den Traum der Romantik zurückweisend, nach Realismus verlangte, strebte Karl Moor nach der wirklichen Natur, die die illusionäre Idee der Kultur negiert. Deshalb akzeptiert er trotz seines Scheiterns beruhigt die Unmöglichkeit der Freiheit und den Tod Amalies. Er beschreibt die Bewegung ihres sterbenden Körpers, lehnt den Selbstmord nach seinem Scheitern ab und erkennt das die Welt beherrschende Gesetz an, ohne seinen Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Seine Ablehnung des Idealistischen und die Bejahung des Realistischen war konsequent. Diese Struktur - die vergebliche Abkehr von der Ordnung der Welt und die Rückkehr in sie - gilt für alle Dramen Schillers vor seiner Kant-Erfahrung. Den Helden, die die Welt des autonomen Ichs noch nicht kennen, gelingt es nicht, sich von der Ordnung der Welt frei zu machen. So fällt der epistemologische Bruch durch die KantErfahrung ein Urteil über die Struktur aller Dramen des jungen Schillers. Wie alle Helden Schillers vor diesem Bruch akzeptiert Karl Moor in Ruhe das Scheitern seines Nihilismus, während er von der Dampflokomotive träumt, die sich, den romantischen Traum zurücklassend, ihren Weg bahnt, ohne Gefühl und ohne Empfindung.</dc:description>
          <dc:description>departmental bulletin paper</dc:description>
          <dc:publisher>Gesellschaft für Germanistik der Gakushuin Universität</dc:publisher>
          <dc:publisher>学習院大学ドイツ文学会</dc:publisher>
          <dc:date>2004-03-29</dc:date>
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          <dc:identifier>学習院大学ドイツ文学会研究論集</dc:identifier>
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          <dc:identifier>Germanistische Beiträge der Gakushuin Universität</dc:identifier>
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